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Das Kleinwalsertal

Wer sich bei der Erkundung der landschaftlichen Schönheiten auf die eigene Muskelkraft verlassen möchte, den werden die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum der Wander- und Bikerouten begeistern. Schon bald bewegt man sich dabei oberhalb der Waldgrenze und genießt unbeschreibliche Ausblicke auf schroffe Berggipfel, hinunter in unberührte Täler, auf seltene Bergblumen und auf die quicklebendigen Mitbewohner unserer Heimat, auf Widder und Gemsen, Rehe und Hirsche, Murmeltier und Steinadler.

Wen es gar hinaufzieht zu den allerhöchsten und spektakulärsten Punkten unserer naturgeschaffenen Erlebniswelt, der sollte die Hilfe der Bergschule in Anspruch nehmen. Die erfahrenen Bergprofis stehen mit Rat und Tat zur Seite wenn es gilt, eine der vielen sportlichen Herausforderungen in Angriff zu nehmen. Vom alpinen Klettern über Klettersteige in allen Schwierigkeitsgraden bis hin zum Klettergarten finden Kletterer hier beste Bedingungen für tolle Erfahrungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Vom frühen Dezember bis zum späten April präsentiert sich das Tal als lebendige, trendige Wintersportregion, umgeben von traumhafter Natur. Vielfache sportliche Herausforderungen und die unspektakulären, leisen Angebote ergänzen sich zu einem herrlichen Urlaubsmix für Jedermann, für die individuellen Vorlieben und die jeweilige Stimmungslage.

Moderne Transportanlagen und traumhaft präparierte Pisten lassen auch verwöhnte Skifahrer und Snowboarder aller Altersklassen ins Schwärmen geraten. Am Pistenrand sorgen gastfreundliche Berghütten und gepflegte Restaurants für kulinarische Höhenflüge und das atemberaubende Panorama gibt’s gratis dazu.

Geschichtlicher Abriss des Tales

1059 Erste urkundliche Erwähnung, Kaiser Heinrich IV. schenkt dem Bischof von Augsburg einen Wildbann, das heutige Kleinwalsertal.
1270 Beginn der Einwanderung aus dem Oberwallis in der Schweiz aus wirtschaftlichen und politischen Gründen. Hans Wüstner und mehrere Familien ziehen über den Hochalppass in das noch unbewohnte Tal. Die ersten Häuser werden in Mittelberg, im „Gschtrüüß“, errichtet.
1302 Stein an Pfarrkirche Mittelberg deutet auf den Bau der ersten Kapelle im Tal.
1423 Die Walser erwerben das Recht zur Benützung eines Weges von Oberstdorf.
1453 Herzog Sigmund von Tirol unterwirft mit Waffengewalt Mittelberg und den Tannberg. Seither ist das Tal österreichisches Staatsgebiet.
1563 Kaiser Ferdinand I. trennt die Talschaft vom „Gericht Tannberg“ und gründet das „Gericht Mittelberg“. Alle 4 Ortschaften bilden bis heute die politische „Gemeinde Mittelberg“.
1763 Ausbau eines Weges, der heutigen Straße, von der Walserschanz ins Tal.
1806 Die Walser verlieren ihre eigene Gerichtsbarkeit und stehen bis 1814 unter bayerischer Herrschaft.
1821 Ende der Zugehörigkeit zu zwei Diözesen – Konstanz und Augsburg. Alle Pfarreien kommen nun zur Diözese Brixen, ab 1968 zu Feldkirch.
1891 Der Zollanschlussvertrag mit Deutschland tritt in Kraft und schafft wirtschaftliche Erleichterungen. Der freie Warenverkehr ist wesentliche Grundlage für die Aufwärtsentwicklung, auch für den Tourismus.
1930 Einführung der öffentlichen Buslinie von Oberstdorf bis Mittelberg, Vorgänger des „Walserbusses“!
1940 Der erste Schlepplift, der Parsennlift in Riezlern, geht in Betrieb.
1955 Die Kanzelwandbahn nimmt ihren Betrieb auf und erschließt grenzüberschreitend ein attraktives Schi- und Wandergebiet.
1966 Die Walmendingerhornbahn in Mittelberg, die zweite Bergbahn, wird eröffnet. Die Schiregion „Ifen 2000“ folgt im Jahre 1972.